Kapitel IV · Die Galerie
Galerie im
Musenhof.
Eine Galerie mit besonderem Ambiente in einem historischen Haus der Speyerer Altstadt. Über Jahre Bühne für eine eigenwillige, lebendige Auswahl zeitgenössischer Kunst.
Ein besonderes Ambiente
Kunst, Klang
und Wein.
Die Galerie im Musenhof war kein gewöhnlicher Ausstellungsraum. Hier traf zeitgenössische Kunst auf einen Steinway-Flügel, eine Bar mit ausgesuchten Weinen und das gedämpfte Licht eines Hauses, das jeder Vernissage seine eigene Würde verlieh. Wer einmal hier war, vergaß diesen Raum so schnell nicht wieder.
Ein Ort, an dem die Architektur zurücktrat und doch immer präsent blieb. Hohe Räume, weiß getünchte Wände, schmiedeeiserne Säulen, terrakottafarbene Bodenfliesen — und mittendrin Werke, die Wochen lang die Besucher beschäftigten.
Das Programm
Gezeigt wurden Künstlerinnen und Künstler aus der Region und darüber hinaus — bevorzugt mit Positionen, die einen zweiten Blick verlangen. Malerei, Zeichnung, Druckgrafik, Skulptur. Stillleben, Landschaft, Figur, Abstraktion: Was zählte, war die Qualität, nicht der Stil.
Die Vernissagen
Die Eröffnungsabende waren ein eigenes kleines Format: kurze Reden, Pfälzer Weine, lange Gespräche, oft Klaviermusik vom Hausflügel. Wer einmal dabei war, verstand, was gemeint war, wenn Ralph Siekmann und Matthias Kowalke vom „Musenhof-Abend" sprachen.
Räume
Wo die Kunst wohnte.
Hauptraum mit Steinway-Flügel — Kunst, Musik und Akustik in einem.
Die Bar mit Pfälzer Weinen — Treffpunkt zwischen den Werken.
Aus den Ausstellungen
Eine kleine Werkschau.
Sechs Beispielwerke aus Ausstellungen, die im Lauf der Jahre in der Galerie im Musenhof gezeigt wurden — eine kleine, persönliche Auswahl, die die thematische und gestalterische Bandbreite der Galerie andeutet.
Was geblieben ist
Werke, Erinnerung,
Stiftung.
Die Galerie im Musenhof hat ihre Türen für regelmäßige Ausstellungen geschlossen — die Werke aber, die hier zu sehen waren, finden sich heute in privaten und öffentlichen Sammlungen weit über Speyer hinaus. Manche Künstlerin, mancher Künstler hatte hier eine wichtige Station.
Die Galerie war für die Stifter eine Berufung neben dem Beruf — ein Ort der Begegnung, kein Geschäft. Das Engagement für den Tierschutz, das Ralph Siekmann und Matthias Kowalke seit jeher aus eigenem Vermögen tragen, ist von dieser kulturellen Arbeit nicht ablösbar — beides entspringt derselben Haltung. Heute mündet diese Linie in die Kowalke und Siekmann-Stiftung für den Tierschutz.
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